Écrasez l'infâme!

»Vernichtet das Niederträchtige (ergänze kath. Kirche) – mit diesen Worten rief einst die klassische französische Aufklärung nicht nur zur unerschrockenen Kritik, sondern vor allem Vernichtung aller gesellschaftlich-staatlichen Privilegien der Religion auf, mit der freilich, wie deren eigene Vertreter am besten wissen, auch deren Tage selbst gezählt sind. Dieses Programm der Aufklärung ist auch das des Bundes gegen Anpassung.

Nun sind die Aussagen jeder Religion nicht einfach nur ein unglaublicher Quatsch. Das sind sie zwar auch, aber sie unterscheiden sich doch von individuellen Wahnvorstellungen darin, daß sie von einem großen Spezialistenapparat vom frühen Kindesalter an systematisch und einheitlich in die Gehirne gepreßt und darin lebenslang, besonders durch regelmäßige Versammlungen (»Gottesdienste«), wachgehalten werden. Warum sich die Phantasiebehauptungen der Religion dabei trotz ihrer groben Unsinnigkeit so verblüffend zäh in den Gehirnen verhaften und trotz der uferlosen Vielgestaltigkeit möglicher Wahnideen gerade ganz bestimmte Formen annehmen, das freilich vermag nur die verfemte Wissenschaft Freuds, die klassische Psychoanalyse, zu erklären.

Als die gröbste intellektuelle Zumutung überhaupt wird die Religion zugleich zum Vorbild für jede Ideologie. »Die Kritik der Religion«, sagt Marx darum, »ist der Anfang aller Kritik«. Und darum kann es auch keine – im wirklichen, d.h. historischen Wortsinn – linke Organisation geben, die nicht zuerst einmal ein Atheistenbund ist.

Theoretisch sind wir immer noch Mitglied der "Internationalen Vereinigung der Freidenker" (gegründet in Oslo). Da diese Organisation mittlerweile von der US-Regierung kontrolliert und mehr als beeinflußt ist und deshalb ihre Aktivitäten vom Kampf gegen religiösen Obskurantismus auf das Eindreschen von dem, was von Rußland übrig geblieben ist (ihre erste Nach-Oslo-Aktivität bestand in der Rückendeckung von "Pussy-Riots" – wir haben uns an dieser Kampagne nicht beteiligt und die russische Regierung darüber informiert!), und die Verbreitung sowohl des Feminismus als auch von Islamsympathien in den ehemaligen Ostblockstaaten verlagert hat, gibt es gewisse Spannungen zwischen uns und ihnen, d.h. dem US-abhängigen Rest. Nichtsdestoweniger können Sie hier Dokumente all unserer Aktivitäten, deren Zeuge die Freidenker während verschiedener "gemeinsamer" oder "geteilter" Anlässe sein mußten, finden.
Hier sind die interessantesten Dinge – unsere Reden bei Atheistenkongressen:

- Rede von Dr. Mirjam Stolz (Warschau 2016)
- Rede von Dr. Ulrike Tietze (Warschau 2015)
- Rede von Dr. Mirjam Stolz (Warschau 2015)
- Rede von Dr. Kerstin Steinbach (Warschau 2014)
- Rede von Simone Reißner (Warschau 2014)

Wen auch immer es interessiert:
- Zum Bannfluch der französischen Freidenker gegen den BgA


Der Bund gegen Anpassung unterstützte u.a. die Musterklage von Dr. Nittmann gegen die Zwangskirchensteuer für konfessionslose Arbeitslose in Deutschland bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Er war durch die Organisation von internationalen Protesten maßgeblich beteiligt an dem Freispruch vor dem Kassationsgericht in Rom des italienischen Richters Luigi Tosti, der zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, weil er sich weigerte, sein Amt unter dem Kruzifix auszuüben.


Kirchenaustritt jetzt:
für ein paar wenige Euros auf dem Standesamt.


Über 50% sind schon draußen!
Gebt dem Rest keine Vormundschaftsrechte über Euer Leben und Sterben!