Ohne Geburten­kontrolle sinkt der Lebens­standard weiter und weiter.
Aber mit Geburtenkontrolle würden die Löhne steigen.
(aus: Ketzerbriefe 91, Dezember 1999!)

Und das wäre nach Auskunft unserer Zeitungen (STERN etc.) ja das Allerschlimmste. Denn solange es übervölkerte und vor allem große und elende, jedenfalls schlecht lebende Weltecken gibt, gibt es unerschöpfliche Lohndrücker-Reserven. Diese werden gegen Streiks – die ohne Überbevölkerung ja Erfolg haben können – entweder importiert (»Das Elend geht zum Kapital«) oder die Firmen ins erbärmlich lebende Ausland verlagert (»Das Kapital geht zum Elend«, der sogenannte »Kapitalexport« oder »das Out-sourcen«). Das ist der Grund, warum wir »Gleichheit weltweit!« in unserem Emblem haben, keineswegs irgendein bekloppt »moralischer« oder »sozialer«. Der Stand der Transportmittel (auch für sperrige und schwere Güter) macht ohne diese Gleichheit jeden Streik ziemlich sinnlos, andererseits stellt die Weltherrschaft der USA bzw. ihrer Konzerne, neben denen letzte Mohikaner wie Roche oder Bayer auf der Abschußliste stehen, sehr wohl eine weltweite Gleichheit her, nämlich die der alten Industriestaaten mit den Billiggebieten der Welt – billig, weil sie nie eine auch nur teilweise erfolgreiche Arbeiterbewegung hatten (die einmal einem Bismarck und einigen seiner Kollegen in anderen Industriestaaten der Zeit echte Kranken- und Rentenversicherungen hatte abzwingen können, deren Einzahlungen nicht veruntreut wurden), dafür aber schon lange Zeit eine drückende und eben auch lohndrückende Überbevölkerung. Diese Gleichheit – die Gleichheit der Armut und Bevormundung – wollen wir nicht; wir wollen eine Gleichheit des Wohlstands, und die geht nur mit Geburtenkontrolle. Das ist der Grund, warum die Nutznießer der gegenwärtigen Verhältnisse und daher auch ihre seit Stammheim endgültig gleichgeschalteten Zeitungen und Schulen, auch Plakatwände von unseren Steuergeldern, Gebärpropaganda verbreiten (und entsprechend scheußliche Gesetze mit grob blödsinnigen Begründungen machen) sowie gegen die Geburtenkontrolle stänkern. Aber ohne Geburtenkontrolle gibt es keinen Wohlstand für viele (nur Reichtum und Vorteile für ganz, ganz wenige), und außerdem geht unsere Biosphäre »nachhaltig« vor die Hunde, verwandelt sich unerbittlich von einer schönen und interessanten Natur in einen Freßnapf für gegängelte und erbärmliche Massen. Dieser Prozeß ist übrigens auch jetzt schon sehr weit fortgeschritten; als Zeugen in diesem Prozeß seien als erste Sumatranashorn und Jangtsedelphin geladen, wenn sie nur kommen könnten! (Weltweites Bettlerniveau plus einem Wald von Verbotstafeln statt Bäumen hätte sie auch nicht gerettet: gerade Bettler vermehren sich fleißig, und dann geht das Geschrei oder Gejammer gerade wieder los.)
Mit dem »Bio-Diesel« hat die Umweltzerstörung eine neue, galoppierende Gangart erreicht; bei der gegebenen Riesenbevölkerung ist »Bio-Diesel« schlimmer, viel schlimmer als tausend Tschernobyls. Er bedeutet ja nur, daß nach – weitgehend sinnloser, weil durch rechtzeitige Geburtenkontrolle fast vermeidbarer – Vergeudung unseres Erdöls und der Kohle (der sog. »fossilen Brennstoffe«, d.h. der in Pflanzenrückständen gespeicherten Sonnenenergie von Hunderten von Jahrmillionen) die Pflanzen jedes einzelnen Jahres der Gegenwart für den gleichen Zweck angezapft werden sollen, und Felder und Natur schließen sich gegenseitig aus, allen Idioten zum Trotz. »Bio-Diesel« heißt, daß die Menschen der Natur ihren Platz jetzt nicht nur für jene Pflanzen wegnehmen, mit denen sie fressi-fressi machen, sondern auch zum Verbrennen. Die Pflanzen zum Verbrennen konkurrieren jetzt mit denen zum Fressen (und natürlich auch mit dem bißchen Restnatur, die gewöhnlich und perverserweise als deren Quasi-Lösegeld auch noch Eintritt kosten soll und von Verbotstafeln überwuchert ist), und verbrennen muß sein, denn sonst gibt es für Menschen, Nahrungsmittel und andere Güter keinen Transport (zur Erinnerung: weil die Hilfstruppen des englischen Imperialismus den größten Teil des russischen Schienennetzes zerstört hatten, verhungerten Millionen Menschen – auch »fressi-fressi« geht oft nur, wenn die Nahrung auch ankommt. Nebenbei: diese Verwüstungen hinterließen keine wirklich gute Grundlage für eine »Überflußgesellschaft«, d.h. für eine mit ökonomischen Pufferzonen, die sich auch freiheitliche Experimente leisten kann statt bloß Zwang). Und wenn man Kohle und Erdöl schon verbrannt hat und daher die jährlichen Pflanzen verbrennen muß, dann nicht nur für den Transport, sondern auch für alle anderen Maschinen, ohne deren Einsatz etwa 98% der gegenwärtigen Riesenmenschheit tatsächlich und buchstäblich verhungern müßten; den Preis hätte die Rückkehr ins technische Mittelalter auch für den beknalltesten »Grünen«. Und die Heizung war noch gar nicht in der Rechnung...
Schlimm ist, daß durch die naturwissenschaftliche Unbildung im Volk – die Schule vermittelt an dieser Stelle fast nur Scheiße – nicht einmal das Gesetz der Energieerhaltung in den Köpfen klar ist, so daß echte Wunder (im Sinne knallharter Religionen) an neuen Energiequellen von den gleichgeschalteten Medien versprochen werden können (»IQ ist gefragt« und ähnliche Parolen, aber auch kein zweiter Einstein könnte eine Umgehung des Energieerhaltungssatzes austüfteln), wo es doch nur um das irgendwie geleistete Verbrennen des jährlichen Pflanzennachwuchses und somit einen mäßigen Teil der auf unseren Planeten entfallenden Sonnenenergie geht. (Jede Energieform läßt sich in jede andere umwandeln, auch das besagt unser unabänderlicher Satz). Alle Energie auf der Erde ist umgewandelte Sonnenenergie, selbst diejenige, mit der Sie gerade Ihre Augen öffnen oder schließen; nur deshalb müssen Sie hin und wieder essen, die Umwandlung haben die Pflanzen besorgt, Sie selbst verbrennen nur die Ergebnisse, wobei es zwar so wenig eine Flamme gibt wie z.B. an einem normalen Elektrogerät, aber den Sauerstoff zum Verbrennen brauchen Sie doch (deshalb das irreführende Geschwätz von der »CO2-Bilanz«, das zu Ende gedacht nur lauten könnte: »Lebt nicht!« – Für das Individuum eine schlechte Lösung, für die Kontrolle der Zahl dieser Individuen auf lange Zeit zu deren Wohl die allerbeste). Die Atomenergie ist die einzige Ausnahme; aber obwohl AKW's tausendmal harmloser sind als der Bio-Diesel (das ist schon bedenklich genug), auch und gerade im Langzeiteffekt, sind die Uranvorräte sehr begrenzt, und Energiegewinnung durch Fusion leichter Kerne wird mutmaßlich niemals möglich sein, so sehr die Medien (die uns z.B. vor 20 Jahren vollmundig einen alsbaldigen Aids-Impfstoff versprachen, schon vergessen?) wider besseres Wissen das Gegenteil suggerieren. (Kein Stoff kann die zur Kernfusion nötigen Temperaturen aushalten; die ihn ersetzenden künstlichen Magnetfelder verbrauchen wesentlich mehr Energie als die Kernfusion in ihnen liefern kann.)
Bleibt also nur die Geburtenkontrolle, aber diese hätte bei weltweiter (und nur dadurch nachhaltig wirksamer) Anwendung unerbittlich Lohnsteigerungen zur Folge, nicht nur Inflationsausgleiche (deren Unterlassung seit der Euro-Einführung unseren Lebensstandard übrigens mehr als halbiert hat – erst seit zwei Jahren stimmen die amtlichen Inflationsziffern wieder, deshalb läßt die Regierung sie ja auch durch den mit ihr verbandelten STERN ausschreien; aber vorher waren sie maßlos heruntergelogen). Wo bleibt sie denn, wo bleibt sie denn, die Preis-Lohn-Spirale?!? Aber höhere Löhne, gar ein Lebensstandard wie vor zwanzig Jahren sind ja etwas sooo Schreckliches...
Wer anderer Meinung ist und allgemeinen Wohlstand sowie ein Ende der Bevormunderei (und sei es nur der Raucher – was übrigens hier ein Nichtraucher seit Geburt schreibt, er schwört es!) als Ziel statt Ärgernis betrachtet, sollte endlich sein Zögern gegen die Kenntnisnahme von uns, dem »Bund gegen Anpassung«, aufgeben. Denn die einzige sonstige echte Opposition gegen das weltweit dirigierte Parteienkartell außer uns ist die NPD, und deren Programm ist durch seine nationale Beschränktheit – auf dem heutigen Stand der Transportmittel sowie der amerikanischen Bomben ein wahres Selbstmordprogramm! – sowie ihrer mit dem Regierungskartell geteilten Gebärpropaganda das genaue Gegenteil des unseren, von ihrer törichten Undankbarkeit gegenüber der historischen Arbeiterbewegung, ihrer Religionsnähe und ihrem verrückten, in der Tat sehr abstoßenden Antisemitismus ganz zu schweigen. Eine andere Linke als uns gibt es nicht; was sich sonst noch so nennt, ist gefälscht und Retortenkind der Medien und ihres Staatsapparates. Und daß die »Grünen« immer nur Zwang und Verzicht, niemals aber den Schutz der natürlichen Umwelt im Sinn hatten, beweist jede einzelne Sekunde ihrer gesamten Existenz, sobald das Stichwort »Geburtenkontrolle« fiel oder fällt.
Der Kampf für Freiheit und allgemeinen Wohlstand hat vor achthundert Jahren in gewissen Städten begonnen, die sich von der Feudalherrschaft erfolgreich freistrampeln konnten; mit der Entartung und schließlich dem kläglichen Zusammenbruch der Sowjetunion ist er in Mißkredit geraten; wir müssen ihn leider ganz klein und grundsätzlich von vorne anfangen, obwohl zu seinem Erfolg heute unvergleichlich mehr Wissen und Technik zur Verfügung steht als zu seinem Beginn. Allerdings sind beide ohne Bevölkerungsabbau weitgehend wertlos.

Natürlich ist diese Einsicht nicht sehr attraktiv. Aber etwas Besseres als Verzicht und Bevormundung findet man jederzeit.
Allerdings nicht ohne uns, und weder alleine noch mühelos. Aber sogar Begreifen noch vor jeder Machtchance ist angenehmer als perspektivlos fressen, fressen und gehorchen ...