Bund gegen Anpassung
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Geburtenkontrolle – Arbeitszeitverkürzung – Gleichheit weltweit

Artikel

6. Februar 2022

Fakten zum geplanten Angriff
auf Rußland

»Look how close they put their country to our military bases«
Von Anfang an diente die Corona-Diktatur mit ihren Ausgangssperren, Versammlungsverboten und Warteschlangen vor Bäckerei und Apotheke auch der Vorbereitung des Angriffskriegs gegen Rußland. Nach zwei Jahren faktischem Kriegsrecht ist es nun soweit: Von Finnland über die Ostsee, Estland, Lettland, Litauen, Polen, die Slowakei, Rumänien, Bulgarien und die Türkei bis zum Schwarzen Meer ist Rußland mit seiner Hauptstadt eingekreist von den gefechtsbereiten Truppen, Raketen und Flugzeugen des riesigsten Militärblocks der Welt, dessen Rüstungsausgaben 2021 18mal so hoch waren wie die Rußlands (NATO: 1174 Mrd. Dollar, Rußland: 65 Mrd.). In Polen und Rumänien haben die Amerikaner, angeblich zur Raketenabwehr, Aegis-Abschußrampen aufgestellt, die mit nuklearen Cruise Missiles beladen werden können, Reichweite: 2400 km. In Büchel (Eifel), Kleine Brogel (B), Volkel (NL), Aviano (I) und Inçirlik (TR) lagern sie ihre B61-Wasserstoffbomben, die die Überschalljets ihrer EU-Hilfstruppen nach Rußland tragen sollen, jährlich geübt im geheimen Großmanöver Steadfast Noon. Direkt an Rußlands Grenzen üben Flugzeuge und Schiffe der NATO Tag für Tag den Angriff auf russische Kasernen und Kommandozentren, im letzten Jahr häufiger denn je: Im Schwarzen Meer führten die NATO-Flotten 2021 doppelt so viele Manöver durch wie 2020 (15 gegenüber 8), über seinen Küsten die strategischen US-Bomber 92 Übungsflüge (2020: 78), auf denen sie die geplanten Abschußlinien für ihre bunkerbrechenden oder nuklearen Cruise Missiles abfliegen und sich der russischen Grenze bis auf 15 km (!) nähern. Am 23. Juni fuhr das britische Kriegsschiff Defender, begleitet von einem amerikanischen Spionageflugzeug, auf persönlichen Befehl von Premierminister Johnson in die russischen Krimgewässer ein und drehte erst um, als ihm nach 3 km ein russischer Kampfjet einen Bombenteppich vor den Bug warf; gleich am nächsten Tag schickte die NATO eine niederländische Fregatte hinterher, die erst nach stundenlangen Scheinangriffen durch russische Jagdflugzeuge wenigstens vor der Grenze abdrehte. Ihre militärischen Spionageflüge über dem Schwarzen Meer steigerte die NATO 2021 gegenüber dem Vorjahr von 436 auf 710, also zwei täglich.

August 2021

Einige Gedanken zur aktuellen Schmierenkomödie in Afghani­stan

Nachtrag zum Artikel »Nain iläwwn« aus KB 228

Der »staublose Sieg« der Taliban über das morsche, korrupte, verachtenswerte Besatzerregime von NATOs Gnaden in Afghanistan hat Anlaß zu allerlei Pressegedöns gegeben. »Tragisch« sei es, »dramatisch«, »bitter«, und »unvorhersehbar« sei es gewesen. Wirklich? Der dreiviertelsdebile und illegale US-Amtsinhaber antwortete schon vor Wochen auf die Journalistenfrage, ob es in Kabul nicht zu ähnlichen Panikszenen kommen könne wie 1975 in Saigon beim Einmarsch des siegreichen Vietcong, mit einem simplen »Null«. Das entsprach zweifelsohne seinen kognitiven Fähigkeiten, aber daß hier eine »Fehleinschätzung« der Geheimdienste des Westblocks vorgelegen hätte, das glaube, wer da will. Des senilen US-Präsidenten Antwort wäre richtig gewesen, wenn die Frage gelautet hätte: Wie groß ist die Loyalität der afghanischen Bevölkerung gegenüber der von uns eingesetzten Regierung? »Null«, in der Tat! Keine einzige Hand erhob sich, um dieses Quislings-Regime zu verteidigen, und so implodierte es in Sekundenschnelle wie die in die Luft gejagten WTC-Zwillingstürme. Freilich geht jetzt bei den afghanischen NATO-Kollaborateuren, von der Wahrheitspresse »Helfer« und von den Politniks »Ortskräfte« genannt, das große Muffensausen um, und ihre Parole lautet: »Rette sich, wer kann«, denn mit Landesverrätern dürften die Taliban kurzen Prozeß machen, und das, so wenig sie ansonsten Sympathiemagneten, sondern ausgemachte Finsterlinge sind, völlig zu Recht: So etwas verdient nicht, die Luft zu verpesten. Freilich hat der Westblock ein Herz für solches Gesockse: Der deutsche Innenminister »rechnet« mit zusätzlichen 300.000 bis fünf Millionen (!) afghanischer (falscher) »Flüchtlinge«, die entsprechende Vergewaltigerquote selbstredend eingerechnet.

Die entscheidende Frage lautet: War der Sieg der Taliban von der US-Regierung – die ja wie vor 20 Jahren, bei den einstürzenden Hochbauten, allen anderen Regierungen des Westblocks ihre Entscheidungen diktiert –, einkalkuliert, gar gewollt? Denn die militärische Überlegenheit der religiösen Fanatiker kann es ja nicht gewesen sein; zu leicht und mühelos hatte man ihre Schreckensregierung unter dem bin Laden- und WTC-Vorwand vor 20 Jahren weggebombt, und das könnte »man« jetzt wieder, wenn »man« wollte. Also müssen es andere Gründe sein. War es eine Kosten-Nutzen-Erwägung? Allein der Aufbau der Quislingsarmee, die sich jetzt in Luft aufgelöst hat wie Quecksilber-Kügelchen bei Zimmertemperatur, kam die Steuerzahler des Westblocks mit 83 Milliarden Dollar recht teuer zu stehen, von den Zuträgern, Spitzeln, »Sozialarbeitern« im NGO-Sold, dem ganzen Abschaum eben, der auch bezahlt sein will, ganz zu schweigen. (Ich erinnere mich noch recht plastisch an eine Militärparade des Quislings-Regimes in Kabul vor einigen Jahren. Plötzlich waren von irgendwoher Schüsse zu hören, und sämtliche paradierenden Soldaten warfen ihre Gewehre weg und stoben panisch in alle Richtungen auseinander. Diese Szene gab mir zu denken: Warum hatte nicht wenigstens einer das Feuer erwidert? Des Rätsels Lösung lag, meines Ermessens, darin, daß sie keine Munition ausgehändigt bekommen hatten: so wenig trauten die NATO-Quislinge »ihrer« mit Fremdgeldern aufgebauten Armee, und sie hatten dabei sicher das spektakuläre Schicksal des ägyptischen Präsidenten Sadat vor Augen, der bei einer ebensolchen Gelegenheit von der Ehrentribüne buchstäblich weggepustet wurde ...) Aber das Stimm- und Steuervieh ließ sich ja melken, ohne zu murren, also braucht man darauf jetzt auch nicht groß Rücksicht zu nehmen; zu geduldig und gläubig hat es jahrzehntelang jede Lüge geschluckt. Viel wahrscheinlicher ist, daß der Westblock die Taliban wieder ihrer Ursprungsbestimmung zuführt: Gegründet, finanziert und militärisch ausgerüstet hat er sie ja, um die sowjetischen Besatzungstruppen zu bekämpfen und um als militärischer Rammbock gegen die weiche Südflanke der tödlich maroden, weil totgerüsteten und umzingelten Sowjetunion zu dienen. Dieser Plan ging auf. Und jetzt kann die Taliban dieselbe Funktion im geplanten Feldzug gegen Rußland abermals erfüllen, viel besser und effektiver als jede lasche, nur aufs Ausgehaltenwerden schielende Quislingsregierung. Damit hat man Rußland in der Zange – vom Westen, der Ukraine, bis in den Mittleren Osten. Rußland hat jedenfalls reagiert und den abgefallenen ehemaligen Sowjetrepubliken, den »stan«-Staaten im NATO-Sprech (Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan etc.), bereits militärische Unterstützung zur Sicherung ihrer Grenzen angeboten. So sehr der Untergang einer miesen Clique ausgehaltener NATO-Kollaborateure Anlaß zur Freude sein mag – diese Aussichten sind finster.

Und eine letzte Frage: Hat sich für die deutsche US-Kolonie der »Einsatz« in Afghanistan gelohnt, angesichts rund fünfzig getöteter Soldaten und vergeudeter Milliardensummen? Aber sicher! Denn damit war, nach Willy Brandts initialen Verfassungsbrüchen, den »Berufsverboten«, abermals bewiesen, daß man straflos Angriffskriege führen und den Verfassungsartikel 26 schänden kann, der eben dieses verbietet. Das war das Hochverrats-Verbrechen von Schröder (der dies freimütig eingesteht, seiner Straflosigkeit sicher) und Fischer, und es macht seitdem Schule. Keine im Bundestag vertretene Partei fordert die Ahndung dieses Verfassungsbruchs, die Pseudo-»Linke« sowieso nicht, und die AfD prahlt törichterweise mit den »Veteranen« in ihren Reihen. Es hat sich also gelohnt...

Peter Priskil

März 2021

Reisen in »Corona«-Zeiten: Mexiko

Reisen erweitert den Horizont; zumindest für das Volk soll damit jetzt weltweit und für alle Zeiten Schluß sein, es soll »undenkvoll« werden. Während man also dauerhaft im deutschen, französischen, italienischen usw. Corona-Knast festsitzen soll und die Wahrheitsmedien pausenlos von angeblichen Schwierigkeiten der ach so armen und beklagenswerten EU bei Beschaffung und Versorgung der Bevölkerung mit Impfstoff erzählen – denn mit der flächendeckenden Corona-Impfung wäre der Vorwand für die fortgesetzten staatlichen Zwangs- und Entrechtungsmaßnahmen nicht länger aufrechtzuerhalten –, geht es in ärmeren Ecken des Globus anders zu. Angesichts demütigender Ausgangssperren, Maskentristesse und tagtäglicher Vergewaltigung von Logik und Menschenwürde im deutschen Corona-Knast war es – um mit den Worten von Melvilles berühmtem »Moby Dick« zu sprechen – wieder »allerhöchste Zeit, zur See zu gehen«. Im Zeitraum Februar/März dieses Jahres wagten wir daher den Besuch Mexikos, denn dort war gerade Hochsaison für die Beobachtung der imposanten und friedfertigen Grauwale (Eschrichtius robustus), die ihren Nachwuchs in den geschützten Lagunen der Ostpazifikküste der Halb-insel Baja California zur Welt bringen und auf die anstrengende Reise in die kalten, krebstierreichen Gewässer der Arktis vorbereiten*. Hochsaison – und »normalerweise« wäre dort auch alles ausgebucht gewesen. Doch wie für Kanadier, die einen wesentlichen Teil der jährlichen ausländischen Besucher ausgemacht hatten, mittlerweile praktisch verunmöglicht, war auch der Weg für EU-Europäer durch deren Regierungen nach Kräften »vermint« worden: Schikanöse Auflagen wie obligatorische PCR- und Schnelltests sowie drohende Quarantäne bei Rückkehr, das Damoklesschwert finanzieller Schädigung (infolge Flugstreichungen und verlorener bezahlter Hotelbuchungen usw.), ausgedünnte Flugverbindungen (die sich während der Reise ständig ändern können) und stundenlange Aufenthalte zwischen Transitflügen sollen vom Reisen abschrecken**.

22. November 2020

Erweiterter Dokumentationsteil des Artikels »USA: Die gefälschte Wahl«

Am 3. November 2020 fanden in den USA die Präsidentschaftswahlen statt, US-Präsident Donald Trump hatte sie in einem veritablen Marathon an Wahlkampfreden kreuz und quer durch fast alle Bundesstaaten als die wichtigsten Wahlen in der Geschichte des Landes überhaupt bezeichnet. Seine Taten hatten ihm den Ruf gesichert, alle seine Wahlversprechen eingehalten zu haben, seine Reden im Wahlkampf waren für ihn die einzige Möglichkeit, zum Volk direkt zu sprechen, und dieses strömte auch – trotz allen Corona-Terrors mit Abstand und Maske (v.a. in »demokratisch« regierten Bundesstaaten) in Scharen herbei, die Säle reichten nicht aus, um die Zahlen zu fassen, auf den Flughafenrollfeldern versammelten sich Tausende bis Zehntausende (!) begeisterter Zuhörer, um in sengender Sonne oder beißender Kälte, von Arizona bis Ohio, von Michigan bis Florida ihren gewählten Präsidenten hören zu können. Nichts wurde hierzulande darüber berichtet bzw. gesendet, die Kameraaugen von CNN und allen übrigen Verbreitern von fake news vom »kuwaitischen Brutkastenbaby« bis zum »Völkermord« von Srebrenica blieben auf wenige Menschen im Bildausschnitt verengt, fast alle Kommunikationskanäle blieben ihm eisern versperrt, selbst die Kurzmitteilungen des Präsidenten wurden vom US-Onlinedienst Twitter mit »Warnhinweisen« versehen (oder ganz gesperrt)...

Zum erweiterten Dokumentationsteil des Artikels »USA: Die gefälschte Wahl«,
aus Ketzerbriefe 224

Zum Originaldokument »Transition Integrity Project« (TIP) zum Artikel »USA: Die gefälschte Wahl«,
aus Ketzerbriefe 224

1. August 2020

Corona-Splitter

Wie der Unmut des Volkes im Keim erstickt wurde und wird – Bericht von der ersten Berlin-Demo am 1.8.2020

Auch in Magdeburg demonstrierten ab Mai 2020 wöchentlich Menschen gegen die bestehenden Coronamaßnahmen und Grundrechtsbeschneidungen. Auf verschiedenen Plätzen gab es zunächst die Möglichkeit, sich ohne Anmeldungen beim Veranstalter über ein freies Mikrophon zu äußern, was aber sehr schnell durch installierte Gängeleien, Spitzelschikanen und Impfgegnergekreisch abgewürgt wurde. Zeitgleich und nach gleichem Strickmuster bekam der leicht aufflammende so nachvollziehbare Widerstand bundesweit die Peitsche.

Diese Wahrnehmungen waren für mich der Anlaß, am 1. August 2020 nach Berlin zu reisen, um dort bei der angekündigten bundesweiten Groß-Demonstration „Das Ende der Pandemie – Der Tag der Freiheit“ teilzunehmen. Nach den obigen Erfahrungen trat ich mit wenig Hoffnung im Gepäck mein Unternehmen mit einer Taxifahrt zum Bahnhof an. Der Taxifahrer gab sofort den Hinweis, daß er das Tragen einer Maske vom Fahrgast nicht wünscht – prima! –, und so kamen wir gleich in einen regen Gedankenaustausch zum leidigen Thema sowie zu den drohenden Folgen wie Existenzvernichtung vieler Berufe unter dem „Coronawahnsinn“. Es tat gut, daß man nicht alleine mit seinen Gedanken ist. Am Ende der Fahrt wünschten wir uns ein gutes Durchhalten.

Der Regionalzug nach Berlin war gut besetzt. Alle Insassen in diesem Großraumabteil, auch diejenigen, die aus Braunschweig und Hannover weiter zustiegen, trugen keine Masken. Wir hatten alle das gleiche Ziel gebucht! Kein Zugbegleiter kontrollierte. Kein Drohgedröhn aus Lautsprechern: „... es besteht Maskenpflicht, nicht nur für Mund, auch für Nase, wenn sie damit nicht zurechtkommen, helfen wir ihnen gern ...“. Langsam wurde mir bewußt, daß ich keine Ewigkeiten, keine Jahre unter diesen menschenunwürdigen Zwangsbedingungen gelebt hatte – so war es mir aber schon vorgekommen. Diese zweistündige völlig unbeschwerte Zugreise mit gutgelaunten Menschen, welche ihre Gesichter in alle Richtungen gern zeigten, hat allen gut getan, und die Erinnerung an das Leben vor „Corona“ war wieder wach – eine Erinnerung, die ich, aber auch jeder andere nie mehr vergessen darf. Wir, das Volk, waren uns unausgesprochen einig: jeder mit dem Ziel nach Berlin zur Demo wollte seinen Unmut kundtun, zeigen, daß wir nicht einig sind mit all diesen Schikanen.

Die Veranstalter der Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ und „Nichtohneuns“ hatten den Beginn der Hauptkundgebung auf 15.30 anberaumt, aber bereits um 16.45 wurden die Kundgebung und Demonstrationszüge durch die Polizei beendet:

Ab 15.00 schloß ich mich den Demonstrierenden an. Durch die unüberschaubar sehr große Anzahl an Teilnehmern war mein Einstieg unweit vom Brandenburger Tor eher günstig als geplant. Der Zug bewegte sich dicht gedrängt, wurde großräumig um das Brandenburger Tor und zur Straße des 17. Juni geleitet. Ich befand mich in einem Abschnitt, in dem ein Akteur als Vorbeter unermüdlich durch ein Megaphon die Masse mobilisierte. Er schrie „Frieden“ und das Volk antwortete „Freiheit“, er schrie „Frieden“, das Volk „Freiheit“ ... usw., er schrie „Freiheit“ durch den Verstärker und das Volk antwortete „Frieden“ ... usw. Nicht gerade das, was man bei einer bundesweiten Großdemonstration erwartet angesichts der für jedermann einschneidenden Coronaschikanen, Abschaffung der Verfassung und drohenden Pleiten. Aber dieser völlig sinnlose und nichtssagende „Dialog“ setzte sich bis zum Stillstand des Demonstrationszuges durch, es gab nichts anderes. Ein buntes Völkchen aller Altersklassen, Familien mit Klein- und Schulkindern, geschmückt mit Blümchen, Bändern an Hut, Haar und Kleidung, mit Trommeln, Klampfen und Seifenblasen bewaffnet, lauschte sitzend oder stehend mit Blick auf eine Übertragungsleinwand der „Predigt“ des Thorsten Schulte, welcher alle Demonstranten lobte: „... dieser Tag geht in die Geschichte ein, wir spüren alle die große positive Energie, wir sind 600.000, jetzt sind wir 900.000 und nun 1.300.000 usw. ...“ Das war's.

Die Polizei beendete die Kundgebung mit der Begründung, die Teilnehmer hätten die Hygieneregeln (Corona-Schutzmaßnahmen) nicht eingehalten. Darauf reagierten die Veranstalter mit sich ständig widersprechenden Ansagen. Zunächst wurde zum Verlassen der Meile aufgerufen, wenig später zum Sitzstreik, kurz danach zum langsamen Entfernen in kleinen Grüppchen in Richtung Tiergarten, dann doch zum Bleiben und Sitzen. Schlußendlich kappte die Polizei die Mikrophone. Schluß, Aus, Fertig. Nicht nur meine Aufmerksamkeit ließ erheblich nach, das Erlebte hatte mich nicht gestärkt, ich trat bedrückt die Rückreise an.

Ich bin froh, daß ich auf der Hinfahrt erleben konnte, wie wir, das Volk, uns einig waren ob der unnötigen Schikanen und wie bei mir die Erinnerung an die Zeit vor Corona wieder wach geworden ist: was eigentlich normal ist. Doch dazu braucht es den Austausch und keine Verarschung durch die Veranstalter („Frieden-Freiheit“). Zum weiteren Verständnis empfehle ich die KETZERBRIEFE Nr. 222, Corona – die Niederlage des Volkes, aber auch die Nr. 223 zur zweiten Demo in Berlin.

Zum Bericht als PDF

20. Juli 2020

Corona-Splitter

Demonstrationsberichte April/Mai 2020

Von der späten Entdeckung des Grundgesetzes zur neuen Innerlichkeit – Stuttgart
(gewidmet Andreas Ziegler)

Nach den auftragsgemäß und leider erfolgreich von »N«GO-Lakai Henning Zierock pervertierten Protesten des letzten Jahres gegen das Verbot von Dieselfahrzeugen in Stuttgart folgte das Volk, überraschend rasch zahlreicher werdend, dem Aufruf zur Demonstration gegen den Bruch der Grundrechte unter dem Vorwand der Corona-»Pandemie«. Erst jetzt, da es das Volk selbst hart trifft, entdeckt es die Grundrechte, während es zuvor z.B. zur Scientologenverfolgung geschwiegen oder sogar die Hetze gegen die Opfer selbst verbreitet hat; eine frühere Verteidigung der Grundrechte hätte dagegen die gezielten Pläne der Herrschenden ins Wackeln gebracht...  Zum vollständigen Bericht Stuttgart

Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in München und Regensburg

Wie in vielen anderen deutschen Städten gab es auch in München im Zuge der Coronaschikanen ab Anfang Mai dieses Jahres größere Demonstrationen gegen die Grundrechtsbeschneidungen. Fanden die ersten rasch wachsenden Demonstrationen noch auf dem zentralen Marienplatz statt, wurden sie für die weiteren Wochenenden vom Münchener KVR (Kreisverwaltungsreferat) auf die zwar 42 Hektar große, aber vom Publikumsverkehr völlig abgeschnittene Theresienwiese (bekannt durch das Oktoberfest) verbannt. Dennoch, das Interesse in der Bevölkerung wurde weiterhin größer, und die Veranstalter beantragten eine Demonstrationsveranstaltung für 10 000 Personen am 16. Mai. Jedem dürfte die Theresienwiese, wo alljährlich das berühmte Oktoberfest stattfindet und die zu Spitzenzeiten rund 400 000 Besucher aufweist, bekannt sein. Für die anberaumte Coronademo aber wurden nach willkürlicher Weisung des KVR nur 1000 (!) Personen zugelassen – mit würgenden Abstandsregeln...  Zum vollständigen Bericht München und Regensburg 

»Das größte Schwein im ganzen Land ...« – oder wie der Corona-Protest erwürgt wurde – ein weiteres Beispiel: Leipzig

Während so gut wie die ganze Welt der Coronadiktatur unterworfen wurde, die millionenfaches Elend und Tod, Verarmung des Mittelstands und aller Lohnabhängigen sowie der wehrlosen Alten und Kranken (50-80 % der Todesfälle stammen überall aus Pflegeheimen!) bedeutet, war kurzzeitig der Wille zum Widerstand bei einzelnen erwacht. Wie er von Anfang an durch eine Mischung aus Lüge (»Politik« und Massenmedien), Gewalt (Polizei und »Anti«fa) sowie Verrat oder Spinnerförderung erdrückt und umgelenkt wurde, sei hier auch für spätere Generationen am Beispiel Leipzigs dokumentiert:

Seit Mitte April wurden auch dort überraschend (bedenkt man die Verbote und die Polizeibrutalität z.B. in Berlin) mehrere Corona-Demonstrationen mit, wie sie selbst betonten, unerfahrenen Organisatoren einer »Bewegung Leipzig« genehmigt, die dann trotz würgender Auflagen von seiten der Behörden und dem üblichen Schweigen der Wahrheitspresse auch schnell Zulauf bekam...  Zum vollständigen Bericht Leipzig

27. März 2020 (aktualisiert am 7. April 2020)

Die Wahrheitspresse und Corona

Einige orientierungsstiftende Fakten

Seit mehreren Wochen sind wir nun gezielt und absichtlich einem tsunamiartigen Wust an widersprüchlichen und verwirrenden Informationen, Maßnahmen, uneinheitlichen "Regeln", Ausgangssperren und Versammlungsverboten ausgesetzt, und das wird auch noch eine unbestimmte Weile so bleiben, genau wie wir es in unserem Flugblatt "Corona und AIDS – Es lebe das ungleiche Maß" (Link: www./home/Aktuelles#corona) vorausgesagt haben. Und viel bleibt diesem auch nicht hinzuzufügen, die prophezeiten extrem harten und gezielt perspektivlosen Maßnahmen wurden eingeführt und werden noch erweitert, neben bereits bestehendem Versammlungs- und Reiseverbot vor allem um die zumindest mittelfristige Abschaffung des Bargeldes als krönenden Schlußakzent zur Etablierung der Gefängniswirtschaft. Der unabwendbare Ruin zahlloser klein- und mittelständischer Betriebe, Arztpraxen und Gastbetriebe wird nicht nur in Kauf genommen, sondern gezielt herbeigeführt, trotz des medial vielgelobten "Hilfspakets", diesem Tropfen auf einen Saharastein zur Mittagszeit. (Wie wohltuend unaufgeregt und sachlich sind wieder einmal die Vorschläge und Pläne Präsident Trumps zur Abwendung dieses wirtschaftlich ruinösen Kurses für die USA, allen aufgeregten Mediengegackers sowie schweinischer Blockaden durch die "Demokraten" zum Trotz.) Willkommen im technisierten Mittelalter! Anfänglicher hiesiger Unmut und beginnendes Aufbegehren über die hanebüchenen, existenzvernichtenden Beschränkungen wurden mittels Gewalt vor allem in Form drastischer Geld- und sogar Freiheitsstrafen erstickt, austauschen kann man sich aufgrund des bundesweiten Kontaktverbotes, das in den Ländern noch um Ausgangssperren unterschiedlichen Grades erweitert wurde, nicht mehr im Gespräch (zumindest nicht ohne potentielle staatliche Schnüffelnasen), außer im "engsten Familienkreis". Jeder stirbt für sich allein, die Logik soll als erstes auf der Strecke bleiben und durch Panik, Hysterie und Denunziationsgeilheit ersetzt werden. Dies funktioniert um so leichter und vollständiger, je ungeübter das Hirn durch Vermeidung jeglichen zusammenhängenden gesellschaftlichen Denkens und solider Bildung ist. Aber noch ist nicht alles durch, und deshalb muß die Wahrheitspresse klotzen à la "Die Deutschen wünschen sich striktere Maßnahmen" und ähnlichem Bockmist mehr.

Es gibt nach wie vor (und sogar zunehmend) etliche äußerst kompetente Stimmen namhafter Mediziner, die früher häufig zitiert wurden, jetzt von der Wahrheitspresse jedoch verschwiegen oder durch Lügen diskreditiert werden; auch Professoren und ehemalige Abgeordnete werden eben nur hofiert, solange sie dem Gebot "Wes Brot ich ess', des Lied ich sing'!" folgen. Hier ein paar Fragen und Informationen, die bei der Abwehr der täglichen Medienjauche helfen:

Wußten Sie, daß

1) die reguläre Gesamtsterblichkeit in Deutschland bei ca. 2200 Personen pro Tag (!), in Italien bei über 1800 Personen pro Tag (!), und in Frankreich bei ca. 1800 pro Tag (!) liegt?

2) laut Italienischem Nationalem Gesundheitsamt (ISS) das Durchschnittsalter der positiv auf das Coronavirus getesteten Toten bei 81 Jahren liegt, 10% über 90 Jahre alt und 90 % über 70 Jahre alt waren, daß die wenigen jüngeren Verstorbenen schwere Vorerkrankungen hatten? (In Deutschland liegt das Durchschnittsalter sogar bei 83 Jahren.)

3) 80% der Verstorbenen in Italien zwei oder mehr schwere Vorerkrankungen und 50% drei oder mehr schwere Vorerkrankungen hatten?

4) die norditalienischen Intensivstationen jeden Winter ganz regulär zu 85-90% belegt sind?

5) im chinesischen Wuhan nur zwischen 0,04 und 0,12% der Infizierten an Covid 19 gestorben sind, was insgesamt unter der Letalität der regulären Grippe liegt (0,1%)?

6) in der Schweiz jährlich bis zu 1000 Menschen an regulärer Grippe sterben, in Italien bis zu 8000 und in Deutschland bis zu 10.000 mit Spitzenwert im Jahr 2017/2018 von 25.000?

7) gemäß einer Studie der Universität Florenz (Immunologie) 50-75% der testpositiven Personen aller Altersgruppen vollständig symptomfrei bleiben?

8) das Robert-Koch-Institut laut eigener Angabe unabhängig von der wirklichen Todesursache alle testpositiven Todesfälle als "Corona-Todesfälle" erfaßt?

Falls nicht, fragen Sie sich, warum

1) die Wahrheitspresse regelmäßig "Infizierte" und "Erkrankte" vermischt. Eine Infektion mit diesem Virus bedeutet nicht, daß auch eine Erkrankung vorliegt.

2) die Wahrheitspresse sowie das Robert-Koch-Institut durchgängig suggeriert, jeder Tote sei ein Toter durch das neue Coronavirus. Ein Toter, der das neue Coronavirus trug, ist nicht automatisch an diesem neuen Coronavirus gestorben, wie ja auch nicht jeder Tote, der ein Herpesvirus trug, an Herpes gestorben ist und als „Herpes-Todesfall“ erfaßt ist. Hierzu sind die unten folgenden Videos eines renommierten Virologen, Prof. Sucharit Bhakdi, sehr aufschlußreich.

3) nicht ausschließlich Risikogruppen (Alte und Vorerkrankte) sinnvoll geschützt werden.

4) Kinder und Jugendliche durch Ausgangssperren und Schließung von Kitas, Schulen, Universitäten und öffentlichen Räumen um eine rasche Immunisierung gebracht werden (solange es keine verfügbare Impfung gibt) sowie Schülern und Studenten die Zukunft immens erschwert wird.

5) Hamsterkäufe und Hortung von Trinkwasser (!), Batterien und Kerzen für Notausfälle der allgemeinen Versorgung mit Nahrung und Strom von Politik und Wahrheitspresse wider besseren Wissens geschürt wurden und die gleiche Wahrheitspresse sich nun kontinuierlich darüber lustig macht?

6) künstlich Grundgüter wie insbesondere Klopapier (daneben Mehl, Zucker sowie Hefe) verknappt werden – für Papiertüten ist ja auch genug Papier vorhanden. Wie im KZ sollen die "Insassen" sich eben unter dem Gelächter der Aufseher prügeln, anstatt zu denken und zusammenzuhalten.

Hier einige Links gegen die gleichgeschaltete Wahrheitspresse:

Ein täglich aktualisiertes Dokument mit Zahlen und Fakten eines Schweizer Arztes auf der Webseite Swiss Propaganda Research: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

Interviews und Stellungnahmen von Prof. Dr. Sucharit Bhakdi von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zur sogenannten "Corona-Krise":
Offener Brief an Angela Merkel vom 29.3.2020: https://youtube.com/watch?v=LsExPrHCHbw

Vom 22/23.3.2020: https://www.youtube.com/watch?v=N2cn-uI8pDE
Prof. Dr. Sucharit Bhakdi Nachtrag 1: Belastbarkeit des Gesundheitssystems: https://www.youtube.com/watch?v=lJEJBKiBVlA
Prof. Dr. Sucharit Bhakdi Nachtrag 2: Schreckensszenario Italien: https://www.youtube.com/watch?v=MARVdS-pHdQ
sowie das Interview mit Prof. Dr. Karin Mölling von der Universität Zürich vom 20.3.2020. 

Ansonsten empfehlen wir, nicht zuviel Energie auf das Nachvollziehen der willkürlichen strafbedrohten, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Ausgangsregeln zu verschwenden und womöglich zu versuchen, einen nachvollziehbaren Sinn dahinter zu suchen; damit wäre der beabsichtigte Zweck der vollzogenen forced compliance erfüllt. Nutzt die Zeit lieber zum Lesen und Nachdenken.

Nachtrag vom 7.4.2020:

Die Afd hat einen Vorschlag unterbreitet, der allein aufgrund seiner sachlichen Stringenz und Humanität der Ablehnung durch das Parteienkartell von CDU bis Pseudo-Linke sicher sein kann: Der stellvertretende Vorsitzende der AfD im Bundestag Leif-Erik Holm forderte die Schaffung eines nationalen Corona-Immunitätsregisters. Jeder, der von der Krankheit genesen ist und dadurch eine Immunität erworben hat, also nicht mehr infektiös ist, kann sich freiwillig eintragen lassen und daraufhin sein gewohntes Arbeits- und Freizeitleben wieder aufnehmen. Ausgezeichneter Vorschlag! Das klingt doch etwas anders als die von den Politniks propagierte elektronische Fußfessel in Form einer App für alle Gefangenen, pardon Bürger, inklusive Infektionsstatus, in der jeder Schritt gespeichert wird (tracing-App erzeugt "herrliche Bewegungsbilder"...).

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5. Mai 2019

Für sofortiges Verbot verstümmelnder Polizeiwaffen bei den friedlichen
Demonstrationen in Frankreich!

Während die Unisono-Medien in nahtloser Zusammenarbeit mit der Macron-Regierung die Gelbwesten-Bewegung Frankreichs unablässig als »gewalttätig« diffamieren, erfährt man aus ihnen hierzulande gar nichts und in Frankreich, weil dort nicht komplett unterschlagbar, nur ganz vereinzelt von der massiven Polizeigewalt gegen friedliche Gelbwesten-Demonstranten, insbesondere durch den systematischen Einsatz verstümmelnder Waffen wie Gummigeschoß-Gewehre und Granaten mit Sprengstoff, Tränengas oder Metallsplittern und Hartgummi-Streuladung. Mit diesen in Deutschland (wie den meisten anderen EU-Staaten) verbotenen Waffen haben Macrons wie eine Besatzungsarmee gegen das eigene Volk hochgerüsteten Polizeischwadronen bei den Gelbwesten-Demonstrationen der letzten Monate inzwischen mehr als zwanzig (die Dunkelziffer dürfte hoch sein) französische Bürger lebenslang verstümmelt, über 150 schwer verletzt und mehr als zweitausend insgesamt ernsthaft verletzt. Dies hat inzwischen erbitterte Proteste aus der französischen Ärzteschaft hervorgerufen, von denen, durch die Unisono-Presse erst recht unterschlagen, nachstehend zwei Beispiele dokumentiert sind. Wie solche Verstümmelungen von der Polizei verübt werden, zeigt anschaulich folgende Aussage der 20jährigen Fiorina Lignier aus Amiens, der die Polizei am 8. Dezember 2018 bei einer Gelbwesten-Demonstration auf den Champs-Élysées in Paris mit einer Tränengas-Granate ein Auge ausschoß:

»Gegen 14 Uhr begannen Randalierer, Schaufensterscheiben einzuschlagen. Wir befanden uns gerade mit etwa einhundert völlig friedlichen Gelbwestlern am oberen Ende der Champs-Élysées. Dort gab es keine Randalierer, niemand hatte sein Gesicht verhüllt oder verhielt sich aggressiv. Jacob und ich trugen keine Gelben Westen; sie waren ausverkauft gewesen. Die Gendarmen hinderten uns daran, uns zurückzuziehen. Die Polizisten griffen an, und das war der Moment, in dem ich von einer Tränengas-Granate getroffen wurde. Ich fühlte, wie ein Schock durch meinen ganzen Körper ging. Ich verlor für einige Sekunden das Bewußtsein. Ich hatte eine erste Operation zur Rekonstruktion meines Auges, dann war ich 16 Tage lang im Krankenhaus in Paris, wo ich eine zweite Operation hatte, zur Wiederherstellung meines Gesichts. Sie sagten mir geradeheraus, daß ich mein Auge verlieren werde. Mein Auge wird entfernt werden, da es schmerzt, wenn es sich bewegt.«

7. März 2019

Notwehr als Straftatbestand

In der Nr. 213 der Ketzerbriefe veröffentlichte Max Roth einen fesselnden Artikel über Hintergründe, Verlauf und Zielsetzung des französischen Volksaufstands der »Gelbwesten«. Einen Hinweis dieses luziden Artikels aufgreifend, schickten wir einen Prozeßbeobachter nach Paris, wo der Ex-Profiboxer Christophe Dettinger vor Gericht stand, weil er einer von entfesselter Polizeimeute niedergeknüppelten Frau das Leben rettete, indem er die gut ausgerüsteten uniformierten Schläger mit bloßen Fäusten vertrieb. Christophe Dettinger steht für den Heroismus der gesamten Volksbewegung, deren Entschlossenheit bislang auch mit brachialster Staatsgewalt nicht gebrochen werden konnte. Umso ernüchternder und enttäuschender präsentierte sich der Prozeßverlauf. Als verhängnisvollster, von Illusionen getragener Fehler erwies sich der vorsätzliche Verzicht auf Öffentlichkeit seitens des Angeklagten und seiner engsten Angehörigen. Man kann sich unschwer vorstellen, daß hinter den Kulissen eine Erpressung im Spiel war, etwa in der folgenden Art: »Wenn Du Deinen Mann nochmal sehen willst, dann sorge dafür, daß ...« In der törichten Annahme, der Verzicht auf Gegenwehr und Öffentlichkeit habe die Milde der Staatsgewalt zur Folge, wurde Christophe Dettinger wehr- und schutzlos den unversöhnlichen Feinden der Volksbewegung ausgeliefert. Als Quittung dafür, daß keine einzige Gelbweste vor und im Gerichtssaal zu sehen war, erging ein niederträchtiges Willkürurteil. Insofern ist der Prozeß ein Lehrstück: daß sich Illusionen nicht lohnen, daß das Einknicken vor der Staatsgewalt deren Brutalität erst richtig anstachelt, daß schließlich der einzig wirksame Schutz gegen Willkür und Kriminalisierung in der Herstellung von Öffentlichkeit besteht. Insofern ist die nachfolgende atmosphärische Schilderung von unverächtlichem Wert für gegenwärtige und zukünftige Protestbewegungen der Besitzlosen.

Peter Priskil

 

Der Gelbwesten-Aktivist und Ex-Boxer Christophe Dettinger vor der französischen Gesinnungsjustiz

 – Ein Augenzeugenbericht – 

Für den 13.2.2019 war der Prozeß gegen den französischen Ex-Boxer Christophe Dettinger vor dem Pariser »Tribunal Correctionnel« (Pariser Strafgericht) anberaumt. Dettinger war angeklagt wegen eines tätlichen Angriffs auf zwei Polizisten, die auf der Demonstration der Gelbwesten am 5. Januar in Paris eine am Boden liegende Demonstrantin mit Fäusten und Füßen traktierten, und hatte sich seit dem 8. Januar, also bereits mehr als einem Monat, in Polizeigewahrsam befunden. Um bei dem Prozeß dabeizusein, fuhr ich kurzfristig am Dienstag, 12.2., nach Paris. Die Ausdauer und Hartnäckigkeit, mit der hunderttausende von der Staatswillkür ins Elend gedrängte Franzosen seit mittlerweile 13 Wochen in ganz Frankreich für ihre Interessen demonstrierten und kämpften, hatten mich sehr beeindruckt; die unglaublich brutale Gewalt der zu zigtausenden bei jeder Demonstration aufgebotenen schwerbewaffneten sog. »Sicherheitskräfte« auf der anderen Seite, die an die zweitausend durch Blendgranaten, Gummigeschosse und Tränengasbomben schwerverletzten Demonstranten und die eingesetzten Provokateure und faschistischen Schläger, die die friedlichen Demonstranten diskreditieren sollten, hatten mich sehr entsetzt...   Zum vollständigen Artikel als PDF
 

Nachtrag vom 10.7.2019:

Macrons Justiz läßt die Familie Dettinger am ausgestreckten Arm verhungern

Macrons Büttel verstehen sich nicht nur aufs Augenausschießen, sie sind auch in der Kunst des Verhungernlassens, der sogenannten sozialen Existenzvernichtung, bestens bewandert. Ein entsprechendes Willkürurteil gelangte durch 'Sputnik France' zu unserer Kenntnis (á propos: wo bleibt denn wieder mal unsere Wahrheitspresse?!). Nachfolgend geben wir den Artikel vom 20. Juni 2019 in vollständiger Länge und in deutscher Übersetzung wieder.

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Die zur Unterstützung Dettingers eingesammelten Beiträge werden erst freigegeben, wenn das Pariser Bezirksgericht die Akte noch einmal überprüft hat. Der Richter muß entscheiden, wer der Bezugsberechtigte dieses Solidaritätsbeitrags ist.

Am 19. Juni hat der Richter im laufenden Verfahren den Versorgungsantrag der Familie von Christophe Dettinger abgelehnt, der darauf abzielte, die Blockierung der Solidaritätsbeiträge für den Ex-Boxer aufzuheben, so der 'Figaro', der die richterliche Verfügung zitiert. Das Verfahren muß am kommenden 9. Dezember vom Pariser Bezirksgericht noch einmal aufgenommen werden.
Der Richter hat entschieden, daß der ursprüngliche Bezugsberechtigte dieser Kollekte Christophe Dettinger und nicht seine Gattin Karine war. Dagegen hat die Anwältin der Familie, Laurence Léger, Einspruch erhoben.

„Wir sind der Ansicht, daß Karine Dettinger Bezugsberechtigte war, aber wir waren damit einverstanden, daß Christophe Dettinger das Geld erhält. Es läuft ja aufs selbe hinaus, denn die beiden sind verheiratet“, teilte sie dem 'Figaro' mit.

Zugleich beanstandete sie, daß „die Entscheidung nicht vor dem ersten Jahresdrittel 2020 fallen wird.“ Frau Léger zufolge hält der gegenwärtige Inhaber die Beiträge bis zu diesem Zeitpunkt in Beschlag, „ohne jedwedes Recht oder Anspruch“ darauf zu haben.
Die Rechtsanwältin der Plattform, Martine Samueli, stellt ihrerseits fest, daß die Beträge „bei [der Plattform] Leetchi verbleiben, bis die Justiz über den Vorgang befunden und entschieden hat, wer der Bezugsberechtigte ist“.

Die Solidaritätskasse für den Ex-Boxer, der bei der 8. Kundgebung der Gelbwesten am 5. Januar 2019 in Paris zwei prügelnde Polizisten mit Faustschlägen vertrieben hatte (wie auf Film festgehalten), wurde am Folgetag auf der Plattform Leetchi eingerichtet.
Die Familie von Christophe Dettinger fordert, daß ihm die von der Plattform seit dem 8. Januar zurückgehaltene Summe von 145.152,46 Euro ausgezahlt wird.
Darüber hinaus verlangen Christophe Dettinger und seine Gattin Karine drei Millionen Euro Schadensersatz von der Plattform Leetchi, insbesondere weil diese das Konto der Solidaritätsinitiative für weitere Einzahlungen zur Unterstützung des ehemaligen Boxers gesperrt hat.

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Was für ein hinterfotziges Zusammenspiel einer parastaatlichen „Plattform“ und einer staatshörigen Justiz bei der sozialen Existenzvernichtung mißliebiger Personen. Aber noch einmal: Hat sich deren Wohlverhalten, d.h. der Verzicht auf Protestkundgebungen und politische Erklärungen bei der absehbaren Verurteilung von Christophe Dettinger, wirklich gelohnt? Ist das nicht der Tritt in den Hintern nach dem demonstrativen Kniefall?

 

April 2018

»Das Kopftuch und die weltliche Schule«

Eine Stellungnahme zur Frage »Kopftuch in der Schule« von 1989 aus KETZERBRIEFE 17.

In Frankreich gibt es in letzter Zeit eine heftige und heikle Auseinandersetzung: fanatisch islamische Schülerinnen tragen in provozierender Weise Kopftücher und werden deshalb von den Schulen verwiesen. Kern dieser Schulordnung und daher auch dieser Schulausschlüsse ist das strikte Verbot, den von der Französischen Revolution erkämpften »laizistischen«, d.h. weltlichen bzw. konfessionslosen Charakter der französischen Schule durch religiöse Propaganda irgendwelcher Art zu beeinträchtigen, insbesondere und vor allem durch Religionsunterricht oder das Tragen religiöser Symbole. Das islamische Kopftuch ist zweifellos ein solches religiöses Symbol, es wird von seinen Verfechterinnen auch ganz deutlich und offensiv so bezeichnet und getragen, und insofern geschehen die Schulausschlüsse wegen demonstrativen Kopftuchtragens zweifellos auf der Basis geltenden Rechts und haben darüber hinaus, als Verteidigungsmaßnahme einer der wertvollsten, teuersterkauften Errungenschaften der mit Aufklärungsgütern nicht gerade gesegneten Menschheitsgeschichte auch ihre unverächtliche moralische Grundlage. Auf der anderen Seite werden sie aber von gewissen Gruppen als »rassistisch« attackiert, weil die umstrittenen Kopftücher, obwohl von ihren Trägerinnen religiös und nicht nationalistisch begründet, in erster Linie ein nationales und weniger ein religiös-missionarisches Symbol seien; ihre Unterdrückung laufe daher nicht auf diejenige religiöser Werbung oder Provokation, sondern einer Nationalität oder Nationalitätengruppe heraus. Bevor wir nun die heikle Frage selber diskutieren, drucken wir zur Übersicht über Tatsachen und Argumentationslinien einen repräsentativen Artikel der westdeutschen Presse nach, der den Leser vorab informieren mag: ...  

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27. März 2018

Konkrete Poesie und Gender-Wahn

Lassen Sie das folgende Gedicht einfach einmal auf sich
wirken:
Alleen / Alleen und Blumen
Blumen / Blumen und Frauen
Alleen / Alleen und Frauen
Alleen und Blumen und Frauen und
ein Bewunderer 

Schlicht, nicht wahr? Man muß es nicht mögen, aber es erinnert durch die Atmosphäre der ruhigen Schau, der kontemplativen Versenkung an die japanischen Haikus, ohne freilich deren Kunstfertigkeit zu besitzen. In seiner Kargheit mag es an die gemalten bunten Vierecke Piet Mondrians anklingen, die ebenfalls nicht jedermanns Sache sind. Aber vor jedem subjektiven Urteil sollte man jede Kunstrichtung nach den von ihren Vertretern formulierten Maximen – Mittel, Zweck und Absicht der entsprechenden künstlerischen Disziplin betreffend – berücksichtigen. Bestand ihr Ziel beispielsweise darin, die Rhythmik farbiger geome-trischer Flächen zum Ausdruck zu bringen, dann werden Malwerke wie jene von Mondrian oder Malewitsch das Resultat sein. Intendiert ein Poet, Wortgruppen in berechneten Konstellationen aneinanderzureihen und wechselweise auf sich wirken zu lassen, wobei das bezeichnende Wort und die bezeichnete Sache eine Einheit bilden, austauschbar sind, dann entstehen Gedichte wie das eben zitierte: Gedichte der »konkreten Poesie«. Diese Kunstrichtung, eine Strömung in der modernen Lyrik, wurde 1955 von Eugen Gomringer ins Leben gerufen. Die Knappheit des sprachlichen Ausdrucks, der »Kurzschluß« vom Wort zur Sache sollen ihm zufolge die Lüge verhindern, die für komplexe Sprachschöpfungen wie den Roman nun einmal konstitutiv sei. Zweifelsohne kann die Sprache als Medium der Kommunikation zur Verständigung, aber ebenso unbestritten der Irreführung dienen; die Komplexität eines Sprachkunstwerks ist hingegen nicht zwangsläufig einer bewußten Falschdarstellungsabsicht geschuldet, sondern entspringt vielmehr der Komplexität der geschilderten Sache: der Entwicklung einer Person (MarcelProust) oder einer Gesellschaft (Emile Zola) in all ihren verwickelten Wechselbeziehungen, die Schilderung derselben Sache unter verschiede-ner Perspektive, die Ausbreitung des zeitlichen Nach- und Nebeneinanders usw. usf. Kein Wunder, daß Arno Schmidt, der letzte Wort-Titan der deutschen Literatur, schlecht auf die konkrete Poesie zu sprechen war. Sie komme wohl von englisch concrete = Beton, grantelte er. Aber gleichviel: das zitierte Gedicht läßt einen männlichen Betrachter imaginieren, der die Eindrücke einer beliebigen Straßenszenerie auf sich wirken läßt: Blumen und Frauen. Und beides ergötzt ihn; er bewundert das Geschaute. 

Eben jene Impression liegt dem zitierten Gedicht tatsächlich zugrunde. Der Verfasser – es ist niemand anderes als der heute 93jährige Eugen Gomringer – hielt sich im Jahre 1951 in Barcelona auf, und in der Prachtstraße Las Ramblas der katalanischen Metropole kam ihm die Idee zu diesem Gedicht; es sollte in seiner ganzen Schlichtheit eine Ode an die Schönheit sein. Es liegt nahe, anzunehmen, daß der Verfasser zum Zeitpunkt seiner Eingebung guter Stimmung war, hochgemut und vielleicht verliebt; wäre er niedergeschlagen und vergrämt gewesen, hätte er vielleicht den Lärm der Menschenmassen, das Quietschen der Straßenbahnen und den Müll thematisiert. Aber er war nun einmal gutgelaunt. Und da er in Bolivien gebürtig ist und infolgedessen Spanisch seine Muttersprache war, hatte er dieses Gedicht ursprünglich in Spanisch verfaßt:

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